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Regelimpfungen

Impfempfehlungen werden in Deutschland von der am Robert-Koch-Institut ansässigen Ständigen Impfkommission (STIKO) ausgesprochen. Die Kosten für bevölkerungsweit empfohlene Regelimpfungen (Standardimpfungen) werden normalerweise von den Krankenkassen übernommen.

Andere Impfungen werden nur für Menschen mit einem erhöhten Risiko empfohlen. Diese Indikationsimpfungen betreffen vor allem Menschen, die im Gesundheitssektor, im Sozialwesen oder in der Kinderbetreuung tätig sind, aber auch Menschen mit Vorerkrankungen; so ist z. B. für Menschen mit einer Immunschwächekrankheit wie AIDS ein Impfschutz anzustreben, der so umfassend wie möglich ist. Diese Impfungen werden entweder von der Krankenkasse oder vom Arbeitgeber bezahlt.

Reiseimpfungen dagegen müssen in der Regel privat bezahlt werden.

Weiterführende Informationen

  • www.rki.de – Website des Robert Koch Instituts, Berlin: Bietet Informationen zu Infektionskrankheiten, Infektionsschutz und Impfempfehlungen der STIKO.
  • G. Hoffbauer: Der kritische Impfratgeber. Schutz und Risiken für Kinder. Droemer Knaur, 2004. Handliches Büchlein mit detaillierten Infos zu allen gängigen Impfungen, wägt Pro und Kontra in jedem Einzelfall ab.
  • M. Hirte: Impfen – Pro & Contra. Droemer Knaur, 2005. Auch für wissenschaftlich interessierte Leser geeignet, da reich an Quellen.

Weiterlesen:

Wie wirken Impfungen?

Von: Dr. med. Herbert Renz-Polster in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).

Wann zum HIV-Test?

Warnsignale beachten

Moderne Medikamente haben die HIV-Infektion zu einer behandelbaren Erkrankung gemacht. Die Chancen sind am besten, wenn die Infektion früh erkannt und therapiert wird. Doch welche Beschwerden sind verdächtig und wann macht ein Test Sinn?

Kein Todesurteil mehr

Im letzten Jahrhundert galt die Diagnose HIV-Infektion noch als Todesurteil. Das hat sich heute zum Glück geändert. Zwar lässt sich das Virus auch mit modernster Medizin nicht aus dem Körper eliminieren. Mit den neuen effektiven Medikamenten kann man es jedoch gut in Schach halten und lebensbedrohliche Erkrankungen verhindern. Die Chancen für eine wirksame Therapie steigen, je früher man damit beginnen kann. Früherkennung ist also gerade bei HIV-Infektionen lebenswichtig.

Wer soll sich testen lassen?

Wer häufig ungeschützten Sex hat, weiß selbst, dass er oder sie gefährdet ist für eine HIV-Infektion. Weitere Risikofaktoren sind sexuelle Kontakte in Ländern mit hoher HIV-Rate wie Kenia oder Thailand und Analverkehr. Testen lassen sollte man sich nach ungeschütztem Anal- oder Vaginalverkehr mit einem Partner, der HIV-positiv sein könnte. Das geht frühestens 6 Wochen nach der Risikosituation, wenn man sich für einen Labortest entscheidet, der Antigen und Antikörper nachweist. Noch länger warten muss, wer sich für den Schnelltest entscheidet. Dieser Test ist frühesten nach 3 Monaten aussagekräftig.

Besser anonym?

Bei Exposition oder Warnsymptomen ist der HIV-Test eine Kassenleistung. Ob man diese aber in Anspruch nehmen möchte oder sich lieber anonym testen lässt, muss jeder für sich entscheiden. Da ein Test vom Hausarzt bei der Krankenkasse aktenkundig wird, kann dies später zu Problemen bei Versicherungsabschlüssen führen. In vielen Gesundheitsämtern und in manchen Aidshilfe-Stellen ist es auch möglich, sich anonym testen lassen, häufig sogar kostenlos oder gegen eine nur geringe Gebühr.

HIV-Tests aus dem Internet oder der Apotheke ermöglichen auch einen Selbsttest von zu Hause aus. Ein Tropfen Blut aus der Fingerkuppe reicht dafür aus. Empfehlenswert sind nur Tests, die das CE-Prüfsiegel der Europäischen Union tragen, für die Anwendung durch Laien konzipiert und in Europa zugelassen sind.

Warnsignale für Immunschwäche

Doch mit HIV infizieren sich auch Menschen außerhalb der typischen Risikogruppen, z. B., wenn der Partner das Virus unbemerkt mit nach Hause bringt. Hier bleibt eine HIV-Infektion oft lange verborgen. Manche Erkrankungen können jedoch einen Hinweis darauf geben, dass etwas mit dem Immunsystem nicht stimmt. Hellhörig werden und den Hausarzt ansprechen sollte man z. B. bei folgenden Konstellationen:

  • Wiederholte Halsentzündungen mit Lymphknotenschwellungen
  • Immer wieder auftretende, ausgeprägte Herpes-simplex-Rezidive
  • Gürtelrose in jungen Jahren
  • Neu aufgetretene Schuppenflechte oder seborrhoische Dermatitis
  • Zunahme von Infekten
  • Pilzerkrankungen wie z. B. Mundsoor.

Quellen: Ärztezeitung, Deutsche Aidshilfe

01.12.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: Room´s studio/Shutterstock.com

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