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Auf diesen Seite finden Sie interessante Artikel rund um das Thema Gesundheit.

Glaukom-Check (Grüner Star)

Grüner Star (Glaukom-Check): Zur Früherkennung des Grünen Stars werden Untersuchungen durchgeführt, die auch der Diagnose dienen.

  • Augenspiegelung: Der Augenarzt schaut mit einem speziellen Instrument in das Auge und überprüft, ob Schäden am Sehnerv vorliegen.
  • Messung des Augeninnendrucks: Nach dem Eintropfen von Flüssigkeit setzt der Arzt einen Messkolben auf die Hornhaut und misst den Druck. Alternativ kann die Messung per Luftstoß erfolgen, was von den Patienten meist besser toleriert wird. Diese Messmethode ist aber weniger genau als die Verwendung des Messkolbens.
  • Untersuchung des vorderen Augenabschnitts mit dem Spaltlampenmikroskop: Der Arzt überprüft, ob der Abfluss des Kammerwassers behindert ist.
  • Messung des Gesichtsfeld: zusätzliche Untersuchung, bei Verdacht auf bestehendes Glaukom. Hier wird der Sehbereich überprüft und blinde Stellen erkannt.
  • Wenn sich der Verdacht erhärtet, werden unter Umständen weitere Untersuchungen nötig.
  • Zu einer gründlichen Untersuchung gehört nicht zuletzt, eine Erfassung der  Krankheitsgeschichte, der Lebensumständen und möglichen Beschwerden.

Fragestellung

Der Glaukom-Check hilft bei der Beurteilung des Risikos, an einem Glaukom zu erkranken.

Bewertung

Ob Menschen ohne Beschwerden und ohne besonderes Risiko von einem Glaukom-Check profitieren, lässt sich nicht beurteilen – Studien hierzu fehlen. Umstritten ist, ab welchem Alter eine regelmäßige Untersuchung sinnvoll ist. Der Berufsverband der Augenärzte rät den Glaukom-Check allen Menschen ab einem Alter von 40 Jahren. Unklar ist bislang ebenfalls, in welchen Abständen die Untersuchung wiederholt werden sollte.

Die Untersuchungen gehen recht schnell, sind schmerzfrei und risikoarm. Preise variieren, sind in der Regel jedoch bezahlbar.

Liegen Beschwerden vor oder besteht ein erhöhtes Risiko für einen Grünen Star, ist die Früherkennung uneingeschränkt zu empfehlen. Ein erhöhtes Risiko für einen Grünen Star haben unter anderem:

  • Menschen höheren Alters
  • Menschen, deren Elternteil oder Geschwister einen Grünen Star haben
  • Menschen mit dunkler Hautfarbe
  • Menschen mit starker Kurzsichtigkeit
  • Menschen mit Diabetes mellitus

Von: Gesundheit-heute-Redaktion in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014).

HPV-Impfung senkt Krebsrate

Je früher desto erfolgreicher

Eine neue schwedische Untersuchung unterstreicht den Erfolg der HPV-Impfung: Werden Mädchen vor dem 17. Lebensjahr gegen das Humane Papillomavirus geimpft, sinkt ihr Risiko für einen Gebärmutterhalskrebs um fast 90 %.

Genitalwarzen und Krebsvorstufen

Humane Papillomaviren (HPV) sind maßgeblich an der Entwicklung von bösartigen Schleimhautveränderungen an Geschlechtsorganen, am Darmausgang und im Mund-Rachen-Raum beteiligt. Zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs und Genitalwarzen gibt es deshalb seit 2006 eine Impfung gegen die riskantesten der aus über 100 Typen bestehenden Virusgruppe (das sind die krebsauslösenden Typen HPV 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 und Erreger von Genitalwarzen, HPV 6 und 11).

Bisherigen Studien zufolge schützt die Impfung vor Genitalwarzen und senkt bei Frauen das Risiko für behandlungsbedürftige Krebsvorstufen der genitalen Schleimhaut. Ob die Impfung tatsächlich auch Gebärmutterhalskrebse vermeidet, ließ sich jedoch bisher kaum nachweisen. Das liegt daran, dass es eine ganze Weile dauert, bis sich nach einer HPV-Infektion ein Krebs entwickelt und die Impfung noch nicht lange etabliert ist.

Nun haben jedoch schwedische Forscher*innen erste Zahlen dazu auf den Tisch gelegt. Anhand der Impf- und Diagnosedaten von fast 1,7 Millionen Frauen, die zwischen 2006 und 2017 im Alter von 10 bis 30 Jahren waren, konnten sie einen deutlichen Effekt der HPV-Impfung auf die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs errechnen.

Risiko um 90 % verringert

Fast 528 000 Frauen aus der Gruppe waren gegen HPV geimpft, 1,2 Millionen nicht. Bis Ende 2017 entwickelten 19 geimpfte und 538 nicht geimpfte Frauen einen Gebärmutterhalskrebs. Besonders selten trat die Erkrankung bei den Frauen auf, die vor dem 17. Lebensjahr geimpft worden waren. Bei ihnen wurde das Risiko für Gebärmutterhalskrebs um fast 90%, bei den älteren um 53% reduziert.

Diese Studie unterstreicht zweierlei: Am wirkungsvollsten ist die Impfung, wenn sie vor Aufnahme sexueller Kontakte erfolgt. Dies ist auch der Grund, warum die STIKO die Impfung für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfiehlt.

Auch Geimpfte zur Krebsfrüherkennung!

Das (sehr seltene) Auftreten von Gebärmutterhalskrebs bei geimpften Frauen zeigt aber auch, dass die Impfung gegen die riskantesten HPV-Typen keinen 100%igen Schutz bietet. Geimpfte Frauen sind deshalb gut beraten, weiterhin an der üblichen Krebsfrüherkennung von Gebärmutterhalskrebs teilzunehmen.

Quelle: Ärzteblatt

28.10.2020 | Von: Dr. med. Sonja Kempinski; Bild: imagebroker/imago-images.de

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