Alte Apotheke

Apotheker: Björn Westphal
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Juvenile Arthritis

Juvenile Arthritis (juvenile idiopathische Polyarthritís): Vor dem 16. Lebensjahr auftretende, länger als sechs Wochen andauernde, Arthritis. Die juvenile Arthritis ist die häufigste chronisch-rheumatische Erkrankung im Kindesalter. Der Arzt unterscheidet verschiedene Unterformen, die sich anhand der betroffenen Gelenke sowie der Beteiligung anderer Organe wie Auge, Herz oder Lunge voneinander abgrenzen lassen.

Leitbeschwerden

  • Schonhaltung bei bestimmten Bewegungen
  • Auffälligkeiten beim Krabbeln, Gehen und Laufen
  • Asymmetrische Gelenkschwellungen (auch Wurstfinger oder Wurstzehen) und Schmerzen an mehreren Gelenken
  • Rückenschmerzen
  • Morgensteifigkeit
  • Allgemeinsymptome wie Fieber und Kopfschmerzen.

Das macht der Arzt

Die Diagnosesicherung erfolgt aufgrund der Anamnese, des körperlichen Befunds, Röntgen und Ultraschall sowie der Laborbefunde. Im Akutstadium wird die Erkrankung vor allem mit folgenden Medikamenten behandelt: Nichtsteroidale Antirheumatika, besonders Naproxen, Diclofenac und Indometacin. Bei Beteiligung innerer Organe verschreibt der Arzt Kortison oder Basistherapeutika wie Methotrexat.

Zusätzlich sind Krankengymnastik, Ergotherapie und physikalische Therapie geeignet, sie werden an die jeweilige Krankheitsaktivität und an das Alter angepasst. Für die längerfristige Betreuung der jungen Patienten sollten sich die Eltern einen erfahrenen Kinderrheumatologen suchen.

Bei etwa der Hälfte der Kinder kann die Krankheitsaktivität durch die Therapie ganz zurückgedrängt werden, sodass sie keine Symptome mehr aufweisen. Eine aktuelle Studie der Uniklinik Münster zeigt, dass eine generelle Weiterbehandlung mit Methotrexat, um einen Rückfall zu vermeiden, nicht nötig ist. Nur wenn die Werte des so genannten MRP-Biomarkers im Blut erhöht sind, deutet das auf ein erhöhtes Rückfallrisiko hin und die weitere Medikation lohnt sich.

Weiterführende Informationen

  • www.versorgungslandkarte.de – Internetseite des Deutschen Rheuma-Liga Bundesverbands e. V., Bonn: Hier finden Sie Adressen von kinderrheumatologischen Zentren und Kliniken mit speziellen Abteilungen für pädiatrische Rheumatologie.

Von: Dr. rer. nat. Katharina Munk, Dr. med. Arne Schäffler in: Gesundheit heute, herausgegeben von Dr. med. Arne Schäffler. Trias, Stuttgart, 3. Auflage (2014). Überarbeitung und Aktualisierung: Dr. med. Sonja Kempinski

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